PhotoWissen:
Die naturwissenschaftlichen und psychologischen Grundlagen der Photographie
Luck favours the prepared mind hat der Photograph Galen Rowell einmal geschrieben und genau darum geht es hier: bessere Bilder durch das Verständnis der grundlegenden physiologischen, psychologischen und technischen Voraussetzungen.
Die Reihe PhotoWissen ist ein Kind der Unzufriedenheit. Der Unzufriedenheit über die Gleichgültigkeit, mit der die populäre Standardliteratur über die eigentlichen Grundlagen der Photographie hinweggeht. Diese Grundlage ist unsere Art zu sehen, womit die physiologischen Fähigkeiten und Voraussetzungen unseres visuellen Systems gemeint sind. Viele Texte heben nur auf die technischen Details der Photographie ab, ohne deutlich zu machen, daß die Phototechnik nicht vom Himmel gefallen ist. Vielmehr basiert sie auf dem, was uns die Wissenschaft über unsere visuellen Fähigkeiten gelehrt hat. Eine der Grundlagen der Photographie sind also wir selbst!
Ein Beispiel. Da ich als Photograph dem Dia schon immer stärker zugeneigt war als dem Negativ, trieb mich lange eine Frage um: Warum zum bleep verläuft die Charakteristik-Kurve beim Umkehrfilm so viel steiler als beim Negativmaterial? – Im aktuell voll entbrannten Digitalzeitalter mag dies als Anachronismus gelten, aber ich belichte nach wie vor gern Diafilme. Vielleicht nur, um gegen den Strom zu schwimmen. Wie auch immer, auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage habe ich zahllose Buchseiten gewälzt, noch mehr Websites durchgeackert und viele Internetforen konsultiert. Die Liste der Ergebnisse war so vielfältig, wie die ihrer Quellen. Sie reichte vom schlichten „weil er länger entwickelt wird“ über „damit die Farben gesättigter sind“ bis zu „, um den Motivkontrast im Dunklen richtig zu reproduzieren“. Die richtige Antwort war also dabei, aber das konnte ich erst einschätzen, nachdem ich mich durch die Grundlagen unserer Visualität gearbeitet und gelernt hatte, daß wir den Kontrast und dunklen- und hellen Umgebungen unterschiedlich wahrnehmen. Der Band 3 dieser Reihe – Kontrast – widmet sich diesem Thema ausführlich.
Vielleicht meinen es die Autoren nur gut, wenn sie die interessierten Leser mit den tiefliegenden Einzelheiten verschonen, aber vielleicht kommt darin auch nur der inzwischen weit verbreitete Hang zu einfachen Wahrheiten zum Ausdruck. Fakt ist aber, daß das Erlangen echter Kenntnis selten leicht und bequem ist, am Ende aber immer einen immensen Vorteil darstell. Denn erst die Vorbereitung in Form von Wissenserwerb versetzt uns in die Lage, eine Situation zum richtigen Zeitpunkt gewollt herbeizuführen. So ist das Ziel der Reihe PhotoWissen also, die Verbindungen zwischen der Natur, den Wissenschaften und der Photographie aufzuzeigen, damit die Technik leichter zu verstehen ist. Auf dieser Basis ergibt sich vieles dann ein gutes Stück weit von allein.
PhotoWissen ist eine Serie, die jedem photographisch interessierten nutzt. Einsteigern schafft sie durch die Verknüpfung der verschiedenen photographisch bedeutsamen Themenfelder eine solide Basis. Fortgeschrittene profitieren durch die Erläuterung von Fragen, die viele andere Sachbücher ausgeklammern.
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Der 1. Band der Reihe PhotoWissen befaßt sich mit elementaren Fragen aus visueller Wahrnehmung und photographischer Bildentstehung. |
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Dieser 2. Band der Reihe PhotoWissen befaßt sich mit den visuellen und technischen Grundlagen von Helligkeit und Farbe. |
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Band 3 der Reihe PhotoWissen beleuchtet das Themenfeld Kontrast. |
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Der 4. Band der Reihe PhotoWissen widmet sich dem Komplex der visuellen Schärfe. |
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Band 5 der Reihe PhotoWissen befaßt sich mit dem Licht, dem elementaren Bestandteil der Photographie. |





