PhotoFührer USA Südutah
Textauszug zum Probelesen
Phototipps zum Zion National Park

  • Höhenlage 1300 m am Grund des Zion Canyon, die umgebenden Felswände ragen bis über 2100 m hoch auf, rund 1800 m auf der Hochfläche der Mesa im Osten, 1550-2350 m im Gebiet der Kolob Canyons im Norden
  • Im Schnitt 2,5 Mio. Besucher pro Jahr
  • Hauptbesuchsmonat ist der August

„...and down dizzying windings of the road into the canyons depth...and away again along the canyon and the Virgin River (how sweet to see sweet water flowing here between these dizzy soapstone blocks of red) and around the bending of the River by the soapstone walls of blank fierce red and into the valley floor and trees (a little like Yosemity, this valley, yet not so lush, so cool, nor so enchanted, nor cooled by the dunblanket of towering pines, but an oasis here ...).“
Thomas Wolfe, A Western Journal

Wie, Wo, Was

Schon von alters her übte der Zion Canyon, das Herz des Parks aus steilen Felsen und jadegrünem Wasser, einen starken Eindruck auf die Menschen aus: Die indianischen Ureinwohner hielten ihn für den Wohnort der Dämonen und mieden ihn bei Dunkelheit. Die weißen Pioniere, zumeist fromme Mormonen, sahen in seinen mannigfaltigen Formen dagegen die vollkommene Schönheit der Schöpfung und gaben ihnen freudig biblische Namen. Soviel frühe Anerkennung führte dazu, dass er Utahs erster National Park wurde. Ein Park des Flusses, des Virgin River, der ihn gestaltet und noch nicht vollendet hat. Mit seiner großen Energie und Beständigkeit treibt er die Schlucht noch immer tiefer in das Markagunt Plateau.
Zion NP ist dreigeteilt: Der heute gut erschlossene Zion Canyon im Süden trägt die Hauptlast des Besucheraufkommens. Die meisten Menschen reisen über die trockene Hochfläche der Mesa im Osten an. Die Finger Canyons im Nordteil erleben dagegen nur vergleichsweise wenige Besucher von der kurzen Parkroad aus.

Wegweiser

Haben Sie die Route so gewählt, dass Sie sich Springdale und dem Südteil von St. George über die Rt-9 nähern, so kündigt sich der Canyon schon von weitem an: Die Felsen wachsen höher und ihre rote Färbung wird immer intensiver. Schon aus einiger Entfernung können Sie das unverkennbare Sahnehäubchen des West Temple hoch über der Straße ausmachen.
Springdale, vor den Toren des Parks gelegen, ist es gelungen, eine kuschelige Atmosphäre zu schaffen und zu konservieren. Die Häuser und Läden entlang dem Zion Park Boulevards sind pittoresk anzuschauen und vor der Kulisse der Felskulisse des Canyons durchaus photogen.
Von hier aus führt die Rt-9 als südlicher Zugang in den Zion Canyon hinein. Ab der Parkgrenze wird sie auch Zion Canyon Scenic Drive genannt. An der als Canyon Junction bezeichneten Kreuzung zweigt sie nach Osten ab, um bei Mt Carmel Junction die Rt-89 zu erreichen. Diese Strecke ist das ganze Jahr über frei befahrbar. Der ab der Kreuzung weiter nach Norden in den Canyon führende Abschnitt des Scenic Drives ist dagegen von Ende März bis Anfang November (in der Regel 21.03-02.11) für den Individualverkehr gesperrt. Diese Maßnahme wurde im Jahr 2001 nötig, weil die Infrastruktur das ständig steigende Besucheraufkommen nicht mehr bewältigen konnte. Im genannten Zeitraum erreichen Sie die an diesem Teil der Parkstraße gelegenen Punkte nur mit den kostenlosen Pendelbussen des Zion Canyon Shuttle. Sie verkehren auf zwei Routen.
Der Springdale Rundverkehr verbindet den Ort Springdale mit dem Parkeingang und dem Besucherzentrum. Fahrplan: Frühjahr (21.03-17.05.) und Herbst (07.09.-02.11.) 06:30-22:15 Uhr, Sommer (18.05.-06.09.) 05:30-23:15 Uhr.
Der Zion Canyon Rundverkehr schließt dort an und bedient alle Aussichtspunkte am Scenic Drive bis hinauf zum Temple of Sinawava Parking Area. Die Rundfahrt mit dieser Linie dauert 90 Minuten. Fahrplan: Frühjahr (21.03-17.05.) und Herbst (07.09.-02.11.) 06:45-22:00 Uhr, Sommer (18.05.-06.09.) 05:45-23:00 Uhr
Da der früheste Sonnenaufgang am 15. Juni auf 06:11 Uhr fällt, gelangen Sie mit dem ersten Bus früh genug in den Park, um die ersten Lichtstrahlen auf den Formationen hinter dem Zion Human History Museum aufnehmen zu können. - Der Fahrplan erfüllt also all unsere photographischen Wünsche! Allerdings können Sie bis zum Museum auch in jeder Jahreszeit mit dem eigenen Wagen gelangen, denn das Fahrverbot gilt erst ab dem Abzweig zum Zion-Mt Carmel Highway.
Alle Busse sind vollständig behindertengerecht und bieten ausreichend Stauraum für Rucksäcke und Kletterzubehör. Da sich die Parkplätze am Besucherzentrum schon am Vormittag schnell füllen, ist es anzuraten das Fahrzeug in Springdale abzustellen und den Bus dort zu besteigen. Damit vermeiden Sie zudem die häufig lange Warteschlange am Autoschalter der Eingangsstation. Die kostenlose Parkzeitung gibt Aufschluss über alle Haltestellen, Parkmöglichkeiten und den jeweils aktuellen Fahrplan.
Für große Fahrzeuge, wie z.B. viele Wohnmobile, gelten im Zion Canyon folgende Einschränkungen: Fahrzeuge die höher als 11 ft oder breiter als 7 ft sind dürfen nicht ohne weiteres durch den Zion - Mt Carmel Tunnel auf der Rt-9 fahren. Für sie muss der Verkehr gestoppt werden, damit sie aufgrund der Tunnelabmessungen auf dem Mittelstreifen hindurch gelangen können. Dafür ist eine Gebühr zu entrichten.
Nächtigen können Sie im Südteil in der Zion Lodge (Reservierung auf http://www.zionlodge.com) sowie auf dem South Campground (First come-First served) oder Watchman Campground (kann für die Zeit zwischen März und Oktober auf http://www.recreation.gov reserviert werden und bietet auch Elektroanschlüsse für Wohnmobile). Darüberhinaus gibt es in Springdale einen privaten Campingplatz und einige Hotels. Der Nordteil besitzt außer den einfachen Campsites am Lava Point keine Unterkunftsmöglichkeiten. Ebenso verhält es sich auf der Mesa.

Geographische Orientierung und die photogensten Tageszeiten

Der Zion Canyon ist ziemlich genau in Nord-Süd Richtung orientiert, so dass das warme Licht der tiefstehenden Sonne den ringsum aufragenden hohen Felsen am Morgen (den Virgins im Westen bis 1 Std. nach Sonnenaufgang) und Abend (dem Watchman im Osten ab dem späten Nachmittag) Glanz verleiht, sein Inneres aber erst gegen Mittag, im Herbst und Winter sogar erst am frühen Nachmittag erreicht. Die Abbildung auf der nächsten Seite veranschaulicht dies. Wo es geht, sollten Sie den Fluss und die Bäume am Ufer mit ins Bild einbeziehen. Finden sich ein paar Wolken am Himmel, lohnt es sich, den Sonnenuntergang an der Sunset Bridge nahe der Canyon Junction abzuwarten und das letzte Licht auf dem Watchman vor dieser Kulisse einzufangen.
Das Gebiet der Mesa entlang dem Zion - Mt. Carmel Highway (Rt-9) stellt wegen seiner erhöhten Lage keine solchen Ansprüche. Hier können Sie zu allen Tageszeiten gute Aufnahmen machen. Die Finger Canyons des Kolob verlaufen, soweit sie über die Kolob Canyons Road erreichbar sind, von West nach Ost und kommen ebenfalls im flachen Licht des Vormittags bzw. Nachmittags am besten zur Geltung.

Motive im Zion Canyon

Die Aussichtspunkte entlang dem Scenic Drive verteilen sich zeitlich recht gut auf einen Vormittag. Starten Sie zum Sonnenaufgang am Visitor Center und planen Sie den Riverside Walk sowie eine mögliche Wanderung durch einen Teil der Narrows selbst für 12:00 Uhr ein, damit Sie in diesem engen Teil genügend Licht haben.
Der Bereich um das Zion Human History Museum ist einer der zwei besten Plätze für den Sonnenaufgang. Von dort aus haben Sie einen bemerkenswerten Blick auf die Formation der Virgins direkt hinter dem Gebäude und können ein Bild ähnlich dem auf dem Cover der Parkbroschüre machen: Die ersten Strahlen der Sonne lassen die Spitzen des West Temples und der Jungfrauen rot glühen, die mächtige schwarze Schattenpartie darunter setzt einen dramatischen Akzent. Achten Sie auf den Kontrastumfang und verwenden Sie ein gemäßigteres Weitwinkel im Bereich von 35 mm, um die Schattenzone im Vordergrund auszusparen. Mit einem leichten Tele können Sie die Bergspitzen isoliert porträtieren. Steht die Sonne bereits etwas höher, können Sie den nicht mehr ganz so großen Kontrast zum Vordergrund mit einem Grauverlauffilter mildern und beide Motivbereiche herausarbeiten. Aber gut 15 Min. nach Sonnenaufgang liegen die Bergspitzen bereits in sehr hellem Licht und die faszinierende Stimmung ist dahin. Arbeiten sie also schnell, denn vom vorderen Parkplatz aus können Sie zur gleichen Zeit den südlich gelegenen Watchman aufnehmen, dessen 2000 Meter hohe Spitze ebenfalls früh von der Sonne erreicht wird. Auch hier muss der Kontrastumfang zum im Schatten liegenden Vordergrund beachtet werden. Wenn Sie zum Fluss hinunter und über die Brücke gehen, haben Sie die Möglichkeit dem „Wächter“ mit dem Virgin River im Vordergrund mehr Dramatik zu verleihen. ...

Den vollständigen Text mit vielen wertvollen Fototipps zu den schönsten Motiven im Zion NP und weiteren Reisehinweisen finden Sie im PhotoFührer USA Südutah.




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