Visuelle Wahrnehmung:
Die physiologischen Grundlagen unseres Sehens

Titelabbildung Visuelle Wahrnehmung Visuelle Wahrnehmung behandelt folgende Themenfelder:

Wie arbeitet unser Gesichtssinn zwischen Auge und Gehirn?
Wie entstehen visuelle Eindrücke?
Wieso nehmen wir unsere Umwelt dreidimensional wahr?
Woran orientiert sich unsere Wahrnehmung der Objektgrößen?
Wie nehmen wir Helligkeit und Farbe wahr?
Warum erscheint uns unsere Umwelt farbig?
Existiert ohne uns eine farbige Welt?
Was ist Kontrast und wie bestimmt man ihn?
Warum ist der Kontrast für unsere visuelle Wahrnehmung entscheidend?
Wie groß ist das Kontrastvermögen des visuellen Systems und von welchen Faktoren hängt es ab?
Was ist visuelle Schärfe?
Wieso sind Auflösungsvermögen und Kantenschärfe entscheiden für unseren Schärfeeindruck?
Von welche Faktoren hängt das Auflösungsvermögen des visuellen Systems ab?

Im ersten Kapitel geht es zunächst darum, wie der Apparat in unseren Köpfen visuelle Daten erzeugt, wie sie in den verschiedenen Stationen verarbeitet werden und auf welche Weise daraus am Ende visuell wahrgenommene Bilder werden. An seinem Ende steht die Erkenntnis, daß die Welt die wir sehen, konstruiert und nicht bloß aufgefasst ist.

Kapitel zwei widmet sich der Wahrnehmung räumlicher Tiefe. Es erläutert im Detail anhand welcher Bausteine das visuelle System den Eindruck von Raumtiefe aus der zweidimensionalen Abbildung auf der Netzhaut konstruiert.

Im Kapitel drei geht es um die Wahrnehmung der Objektgrößen.

Im vierten Kapitel geht es darum, wie unser visuelles System die Wahrnehmung von Helligkeit und Farbe erzeugt, wie die dazu notwendigen Daten in den verschiedenen Stationen verarbeitet werden und auf welche Weise daraus am Ende integerierte Eindrücke werden. An seinem Ende müssen wir erkennen, daß Helligkeit und Farbe nicht ohne uns existieren. Vielmehr sind sie allein Konstrukte unseres Geistes, die uns das Überleben in einer komplexen Umwelt ermöglichen bzw. vereinfachen.

Das fünfte Kapitel arbeitet zunächst die Grundlagen des Themas heraus: was Kontrast ist, welche Rolle der Logarithmus spielt, wie sich der Kontrast bemißt und was es mit dem Dynamikbereich auf sich hat. Der folgende Abschnitt zur Kontrastwahrnehmung erläutert, daß das Vorhandensein von Kontrast entscheidend für unsere Visualität ist. Denn das visuelle System konstruiert unsere wahrgenommene Welt anhand der Unterbrechungen entlang der Objektkanten, weil dies die ökonomischte Art der Signalisierung ist. Der zweite Teil widmet sich dem Kontrastvermögen unseres visuellen Systems und stellt die Faktoren vor, von denen es abhängt.

Das sechste Kapitel erläutert, daß visuelle Schärfe unsere Empfindung der Deutlichkeit der Objektkanten ist: Je klarer wir diese wahrnehmen, umso größer ist unser Schärfeeindruck. Da diese Klarheit unmittelbar mit dem Helligkeitsunterschied an der Kante korrespondiert, ist der Eindruck visueller Schärfe ein Abfallprodukt unserer Kontrastwahrnehmung. Neben dem Kontrast, den wir auch als Konturenschärfe bezeichnen, spielt auch das Auflösungsvermögen eine große Rolle für den Schärfeeindruck und dieser erste Teil erläutert detailliert, wie das visuelle System in dieser Hinsicht beschaffen ist.

Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Die Wissenschaft hat noch nicht alle Fragen dieses komplexen Themas beantwortet und bleibt uns allen hier und da ein paar Antworten schuldig. Doch was noch nicht zu erklären ist, schärft zumindest unsere Sensibilität für die Sache!

Jörg Sczepek
Visuelle Wahrnehmung
17x22 cm, 156 Seiten, EUR 14,80 incl. MwSt
59 SW-Abb., 29 Farb-Abb.
ISBN 9783842337657
Books on Demand 2011
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