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Zukunft der Fotografie: Adobe prägt die „Computational Photography“

06.10.2007

Die Firma Adobe stellte auf einer Pressekonferenz Anfang dieses Monats den Prototypen eines 3D-Objektivs für Digitalkameras sowie Software-Werkzeuge für seine Bildbearbeitungsprogramme vor, mit denen Fotos erzeugt werden können, die herkömmliches Fotoequipment so nicht aufnehmen kann.

Das 3D-Objektiv besteht aus vielen facettenähnlichen Einzellinsen die jeweils separat Bilder des Motivs aufnehmen. Da diese Bilder zwar zum exakt gleichen Zeitpunkt, aber aus leicht unterschiedlichen Positionen aufgenommen werden, erfassen sie leicht unterschiedliche Perspektiven der jeweiligen Szene. Wie beim menschlichen Seheindruck, der aus den zwei leicht unterschiedlichen Bildern des rechten und linken Auges entsteht, erlaubten die Aufnahmen eine dreidimensionale Rekonstruktion der betreffenden Szene.

Die zugehörige Software ist in der Lage, die leicht voneinander abweichenden Einzelbilder jeder Facetten-Linse miteinander zu verrechnen. Damit hat man die Möglichkeit Motivbereiche aus unterschiedlichen Fokusebenen auf eine gemeinsame Bildebene zu verschieben oder umgekehrt andere Bildbereiche in den Hintergrund zu drängen. Sogar der quasi Wechsel des Aufnahmestandortes innerhalb des Bilde ist möglich. Solche weitreichenden Nachbearbeitungen waren bislang weder der analogen- noch der digitalen Bildbearbeitung möglich. Adobe nennt dies neue Verfahren „Computational Photography“ und sieht darin die Zukunft der Fotografie.

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