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Phototipps

Nicht nur Point-and-Shoot: Aufnahmen mit Kompaktkameras

Point-and-Shot meint die leicht zu bedienenden Kompakt-Sucher-Kameras: einfach auf das Motiv richten und abdrücken, Bild fertig! Etwas Übung und Kenntnis der technischen Möglichkeiten vorausgesetzt können die kleinen Freunde aber auch bei anspruchsvolleren Anlässen als dem gelegentlichen Kaffeekränzchen zu beeindruckenden Bildern verhelfen. Zunächst einmal sollte in Kompaktkameras nur Negativmaterial Verwendung finden, da es einen größeren Kontrastumfang verkraftet und so der systembedingt unpräziseren Belichtungsmessung entgegen kommt. Arbeitet die Automatik der Kamera blendenorientiert, so bringt eine höhere Filmempfindlichkeit direkt mehr Tiefenschärfe: Im Vergleich zum 100er Film wird die Automatik bei 400 ASA Material in einer gegebenen Lichtsituation um 2 Stufen weiter abblenden. – Gewinn an Tiefenschärfe immerhin 80 cm bei einer Brennweite von 35 mm. Die modernen Filmemulsionen in dieser Empfindlichkeitsklasse stellen heute keinen Nachteil mehr dar und Sie gewinnen zusätzliche Reserven für die lichtschwachen Optiken. In Verbindung mit einem Negativfilm gelangen Sie auch ohne richtiges Filtergewinde zu satteren Farben, indem Sie einfach einen Polarisationsfilter mit spitzen Fingern vor die Optik halten. Die starke-schwache Filterstellung kann in etwa mit bloßem Auge abgeschätzt oder durch Markierungen auf beiden Filterhälften und Probeschüsse ermittelt werden. Gegenlichtsituationen erfordern immer eine um mindestens 1,5 Stufen reichlichere (Über-)Belichtung. Das können Sie ohne Gegenlichttaste erreichen indem Sie die Automatik mit einer manuell eingestellten Filmempfindlichkeit überspielen. Um Überbelichtung zu erzielen muß die Empfindlichkeit verringert, zur Unterbelichtung erhöht werden. Verwenden Sie also einen Film mit 100 ASA stellen Sie für eine Gegenlichtaufnahme 32 oder 40 ASA ein ( bei 200 ASA entsprechend 64 oder 80 ASA, bei 400 ASA 125 oder 160 ASA). Verfügt Ihre Kamera über Meßwertspeicherung erzielt auch das gezielte Anmessen eines dunkleren (für Überbelichtung) oder besonders hellen Motivbereichs (für Unterbelichtung) diesen Effekt. Bei Aufnahmen in völliger Dunkelheit überblitzt die Automatik normalerweise die natürliche Lichtstimmung: der Vordergrund wird übernatürlich hell, der Hintergrund säuft im Dunkeln ab. Dem entgegen wirkt die Langzeitsynchronisation mit dem Blitzgerät. Alternativ schaltet man den Blitz ab und weicht, falls die Kamera diese Möglichkeit bietet, auf eine Belichtungszeit im Sekundenbereich aus. – Einen stabilen Halt vorausgesetzt! So Sie mit den beschränkten Mitteln der Sucherkamera ein großes Gebäude aufnehmen wollen halten Sie zur Vermeidung Stürzender Linien einen Abstand, der es erlaubt das ganze Bauwerk bei möglichst rechtwinklig gehaltener Camera im Sucher zu rahmen. Sollte das nicht möglich sein gehen Sie umgekehrt nah heran und betonen Sie den Eindruck des kippenden Gebäudes durch übermäßiges Schräghalten des Apparates. Aufnahmen am Abend und in großen Innenräumen erhalten die natürliche Lichtstimmung am Besten, wenn der eingebaute winzige Blitz angeschaltet und die Camera für die resultirerende längere Belichtungszeit solide abgestützt wird.

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