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1000 Worte
zur Phototechnik

Bildgestaltung: Erst photographieren, später scharfstellen

30.11.2005

In einer herkömmlichen Digitalkamera registriert der Bildsensor das Licht, das auf jedes einzelne Pixel an seiner Oberfläche auftrifft. Sind die Lichtstrahlen nicht fokussiert, entsteht ein verschwommenes Photo. Wissenschaftler der Stanford-Universität suchten nach einer Möglichkeit die Lichtstrahlen auszurichten, nachdem sie die Kamera bereits erreicht haben. Dies Ziel hat die Gruppe um Pat Hanrahan nun erreicht und eine Technik entwickelt, die bei Kameras das Fokussieren vor dem Drücken des Auslösers unnötig macht. Dazu platzieren sie eine Folie aus 90.000 Mikrolinsen mit jeweils einem Durchmesser von nur 125 Mikrometern zwischen Objektiv und Bildsensor. Sie registriert die Einfallswinkel und Intensität der einzelnen Lichtstrahlen und mithilfe dieser Informationen kann eine Software das Bild nachträglich scharfstellen und ein Bild konstruieren, wie es nach dem richtigem Fokussieren entstanden wäre. Mit dieser neuen Methode kann nun nicht nur das Hauptmotiv sondern jeder Teil eines Fotos scharf gestellt werden. Und so umgeht man einen Nachteil vieler lichtschwacher Aufnahmemedien, die bei geringer Helligkeit gezwungen sind aufzublenden und so die Tiefenschärfe (den Entfernungsbereich, der scharf abgebildet wir) zu verringern.

Die neue Technik eignet sich naturgemäß gut für Sportphotographen, die in kurzer Folge scharfe Bilder aufnehmen müssen und könnte auch für Überwachungskameras interessant sein, die nachts funktionieren müssen und Objekte in unterschiedlicher Distanz scharf abbilden sollen.

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