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Phototipps

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Weite im Bild: Panoramen auf verschiedene Arten

Panoramen sind üblicherweise Bilder die breiter als hoch sind, also stark vom Kleinbild Seitenverhältnis 2:3 abweichen. Erzeugt werden sie entweder mit echten Panorama Kameras, die auf verschiedene Arten einen Blickwinkel von mehr als 130° abdecken, oder durch das Zusammenfügen passgenauer Einzelbilder. Point-and-shot Kameras mit einer sogenannten „Panorama-Einstellung“ sind also eigentlich eine Mogelpackung, denn sie beschneiden das Kleinbildformat nur oben und unten mit einer Maske und erwecken so den Eindruck eines breiten Bildes. – Ginge man einem 40x60 cm Abzug mit einer Schere zu Leibe hätte das denselben Effekt. Für die Reisephotographie gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten Panoramen anzufertigen:
Mit Hilfe einer Panoramakamera wie der Linhof Technorama oder der Horizon 202. Einer Kamera also, die mit einem Großbildobjektiv oder durch die Schwenkung der Optik einen unverzerrten Blickwinkel von mehr als 130° abdeckt. Sie sind zwar nicht billig, aber einfach zu handhaben und es gibt sogar Modelle mit Belichtungsmessung. Bei allen Modellen ist zu beachten, daß die Horizontlinie genau waagerecht verlaufen muß, um eine unverzerrte Abbildung zu erreichen. Schon geringe Abweichungen führen vor allem bei den Modellen mit rotierender Optik zu einem tonnenförmigen Durchbiegen des Horizonts, ein Effekt den man aber auch durchaus gewollt einsetzen kann.

Etwas mehr Geduld bei der Aufnahme verlangen Photos die später zusammen montiert werden sollen. Üblicherweise belichtet man dazu 3 Bilder in dem man die Kamera auf dem Stativ in einer waagerechten Position aus der Mitte heraus nach Links und Rechts schwenkt. Eine Gitternetz Einstellscheibe und feste Bezugspunkte in der Landschaft erleichtern dies. Für diese Methode sollten Brennweiten um 100 mm verwendet werden, da sie verglichen mit Weitwinkel Objektiven recht verzeichnungsfrei arbeiten. Sehr viel präziser geht es mit einem Shift Adapter, der die Verwendung von Mittelformat Objektiven an einem KB-Gehäuse erlaubt (Panorama-Shift-Adapter der Firma Zörkendörfer aus München). Diese Optiken sind für ein größeres Filmformat konzipiert und ermöglichen so Verschiebungen um rund 20 mm aus der optischen Achse parallel zur Filmebene ohne Vignettierungen, wobei auch die Perspektive erhalten bleibt. Diese Methode eignet sich auch gut zum Ausgleich stürzender Linien im Hochformat. Bei beiden Methoden wird die Belichtung am mittleren Bild gemessen und für die folgenden 2 Bilder beibehalten, auch wenn die Helligkeit in diesen Bereichen variiert. Nur so gelingt ein gleichmäßiger Übergang. Um bei der späteren Montage etwas Spielraum zu haben sollten sich die Einzelbilder geringfügig überlappen.

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