Photogalerie „Die Ästhetik im Chaos“

Pfeil Zurück Pfeil Zurück Der Watchman im Zion NP

The Watchman, Zion NP/Utah     11 / 13
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Der Begriff der Selbstähnlichkeit bringt eine uralte Saite in unserer Seele zum Schwingen. Schon der Buddhismus kannte mit der Metapher von Indras Netz so eine Vorstellung. Sie besagt, daß sich, ausgehend von Indras Himmelspalast auf dem Berg Sumeru, ein großes Netz unendlich weit in alle zehn Himmelsrichtungen erstreckt. Die Knoten dieses Netzes enthalten je einen glänzenden, durchsichtigen Edelstein. In den geschliffenen Flächen dieser unendlich vielen Edelsteine spiegeln sich alle anderen Edelsteine. Diese unzählbaren Bilder spiegeln sich wiederum in allen anderen Edelsteinen des Netzes.
Dieses Prinzip drückt die Sichtweise des buddhistischen Holismus aus. Jeder Gegenstand und jedes Lebewesen existiert nicht isoliert für sich, sondern ist mit allen anderen verbunden und ist selbst in jedem anderen Teil enthalten. Alles ist gegenseitig durchdrungen. Die Kurzform dieses Prinzips lautet: Alles in Einem - Eines in Allem.

«Die Buddhas erkennen mit ihrer Weisheit, daß der ganze Kosmos der Seienden ohne Ausnahme so wie das große Netz im Indra-Palaste ist, so dass alle Seienden wie die Edelsteine an jedem Knoten des Indra-Netzes untereinander unendlich und unerschöpflich ihre Bilder und die Bilder der Bilder und so fort in sich spiegeln.»
Avatamsaka-Sutra

Die Texte und Bilder dieser Galerie sind in Buchform in der Reihe Photographie und Metaphysik unter dem Titel Immanuel Kant und die Ästhetik im Chaos erschienen.
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