Bildgalerie Kalifornien

Ein flüchtiger Blick genügt, um die Verweigerung dieser Landschaft physisch zu erfassen: Der beeindruckende Höhenzug der Santa Lucia Mountains rückt so weit an den Ozean heran, dass zwischen den beiden Elementen weder Weg noch Steg für uns zerbrechliche Geschöpfe bleibt. Es scheint, als hätten sich die Kräfte gegen uns verschworen, als wollten sie hier ein Geheimnis für immer bewahren. Demut ist angesichts dessen das einzig angebrachte Gefühl, denn ohne Hilfsmittel, auf uns allein gestellt, sind wir hier verloren.
Demut, mindestens aber Respekt, haben die Menschen diesem Landstrich schon immer entgegengebracht. El Sur Grande, „der weite Süden“, so nannten schon die Spanier die unzugängliche Gegend südlich von Monterey. Kaum einen Fußbreit Raum gewährte sie der Erkundung. Selbst die hartgesottenen Holzfäller drangen erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach potenten Redwoods hierher vor und gründeten die ersten Siedlungen.

Pfeil Zurück Pfeil ganz Zurück Blick nach Süden auf die im Abendlicht dämmernde Felsküste von Big Sur

Abendstimmung, Big Sur     40 / 42
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Aus dieser Zeit dürfte der heute übliche Begriff Big Sur stammen. Mit dem Lückenschluss des Highway No 1 in den 1920er Jahren fand die Gegend langsam Anschluss an den Rest Kaliforniens und zog bald eine bunte Mischung aus Künstlern und Schriftsteller an. – Echte Avantgardisten, denen die Abgeschiedenheit schon früh Inspiration war. Dies Gefühl hat sich bis heute erhalten, auch oder vielleicht gerade, weil Big Sur sich bislang standhaft weigerte in den Reigen der National Parks aufzusteigen.

Die Texte und Bilder dieser Seite sind in Buchform in der Reihe PhotoFührer Publikationen unter dem Titel PhotoFührer USA Zentralkalifornien erschienen.
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