Im Atem des Ganzen
Kehrt die alte Weisheit Von der Einheit allen Seins in der modernen Physik Wieder?

Titelbild Im Atem des Ganzen

Quantenphysik, Relativität, Zeitreisen - das alles hat mich schon in meiner frühen Jugend sehr interessiert. Auf einer populärwissenschaftlichen Ebene, denn die all dem zu Grunde liegende Mathematik entzieht sich mir :-) Nach jahrelanger Beschäftigung mit anderen Dingen fiel mir dann Das Tao der Physik in die Hände und die alte Leidenschaft erwachte zu neuem Leben. Fritjof Capras Gedanken zum Holismus fielen auf fruchtbaren Boden und resonierten stark mit dem unterschwellig schon immer vorhandenen Gefühl, daß die Dinge da draußen vielleicht ganz anders sind, als wir glauben. Nachdem ich nun schon neun Bücher produziert hatte, lag es nahe, dem kritisch nachzugehen. Daraus wurde Im Atem des Ganzen.



Seit Laozi lehrte, dass alles aus dem einen Dao hervorgeht und durch das harmonische Spiel von Yin und Yang miteinander verbunden ist, und seit die indische Weisheit das Universum als Indras-Netz beschreibt, in dem jedes Juwel alle anderen widerspiegelt, ahnen Menschen: Alles ist mit allem verbunden.



Die Quantenphysik scheint diese uralte Weisheit zu bestätigen – mit verschränkten Teilchen, die über jede Entfernung Kenntnis über den gegenseitigen Zustand besitzen, durchdringenden Feldern und einem lebendigen Vakuum. Manche feiern darin die wissenschaftliche Wiederkehr der mystischen Einheit.



Das Buch nähert sich dieser Parallele kritisch. Es zeigt, wo die Analogien tragen und wo sie scheitern. Zwischen philosophischer Einheitssehnsucht und den mathematisch präzisen, oft befremdlichen Quantenphänomenen liegt ein tiefer Graben.



Die Schlussfolgerung: Die Quantenphysik enthüllt tatsächlich eine radikale Verbundenheit – aber eine ganz andere als die alte Weisheit. Sie zwingt uns, Begriffe wie Ich, Welt, Materie und Geist neu und tiefer zu denken.



Ein Buch für alle, die spüren, dass die Wirklichkeit weit befremdlicher und faszinierender ist, als Alltag und romantische Deutungen glauben machen.



Inhaltsangabe

Einleitung 7

Ganzheit in Religion, Spiritualität und Philosophie
 Das alte Ägypten 9
 Hinduismus 11
 Die Vorsokratiker 13
 Taoismus 17
 Buddhismus 18
 Jainismus 20
 Platon 22
 Aristoteles 24
 Neuplatonismus 26
 Gnostizismus 28
 Judentum 29
 Christentum 31
 Islam 33
 Scholastik 35
 Kabbala 38
 Sikhismus 40
 Hermetik 42
 Spinoza 44
 Romantik 46
 Hegel 49
 Schelling 51
 Prozessphilosophie 53
 Teilhard de Chardin 55
 Systemtheorie und Holismus 57
 Panspychismus 59
 Globale Spiritualität und New Age 61
 Technologische Visionen 63
 Afrikanische Kosmologien 65
 Indigene Kulturen Amerikas 68
 Shintoismus 71

Ganzheit und Quantenphysik
 Vom Nun bis zum Silicon Valley – eine lange Reise zur Ganzheit 74
 Das wissenschaftlich-philosophische Umfeld am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert 75
 Was ist Quantenphysik? Was ist das Quantum? 78
 Quantenphysik im Alltag – Schlägt die Mikrowelt wirklich in unsere normale Welt hinüber? 96

   Moderne Technologien der Quantenphysik 98
  Quantencomputer: Die Zukunft der Rechenleistung 98
  Halbleitertechnologie: Die Quantenphysik in Alltagsgeräten 99
  GPS: Quantenphysik und Relativitätstheorie im Alltag 100
  Quantenkryptographie: Sichere Kommunikation der Zukunft 100
  Weitere Anwendungen der Quantenphysik 101
 Die Grenzen der Quantenphysik – Offene Fragen und Herausforderungen 102
  Vereinbarkeit mit der allgemeinen Relativitätstheorie 102
  Die Interpretation der Wellenfunktion 103
  Das Messproblem 104
  Quantenphysik und Makrowelt 104
  Experimentelle und theoretische Grenzen 105
  Fazit 105
 Quantenphysik und Kunst 105
 Quantenphysik in der Populärkultur 108
 Quantenphysik und Bewusstsein 111
  Die Penrose-Hameroff-Theorie 111
  Beobachter-Effekt und Bewusstsein 112
  Quantenverschränkung und kollektives Bewusstsein 113
  Quanten-Kohärenz im Gehirn 113
  Kritik und offene Fragen 113
  Fazit 114

 Die Quantentheorie und die Sehnsucht nach Ganzheit - Wie Physiker und Philosophen Brücken schlugen 115

 Sind die Parallelen zwischen Quantenphysik und holistischen Philosophien wissenschaftlich haltbar oder spekulativ? 118
  Wissenschaftliche Grundlagen der Parallelen 118
  Warum Parallelen keine Beweise sind  120
  Fazit 122
  Kulturelle und philosophische Bedeutung 124

Abschluss: Die schöne Grenze 127

Literaturverzeichnis 129



Leseprobe(PDF)



Jörg Sczepek
Im Atem des Ganzen
12x19 cm, 138 Seiten, EUR 14,99 incl. MwSt
41 SW-Abbildungen
ISBN 978-3-6951-8672-3



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