Photolexikon Buchstabe P




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Index aller Einträge


PPI | Pan-Fokus | Panchromatisch | Panorama-Aufnahme | Panoramakamera | Parallaxe | Pentaprisma | Perspektive | Photo CD | Photokina | Photon | Pixel | Pixel-Mapping | Pixel-Shift | Planfilm | Platte | Pocketkamera | Polarisationsfilter | Positiv | Primärfarben | Printer | Prismensucher | Programmautomatik | Projektor | Punktmodulation


Panchromatisch
Die Eigenschaft einer Emulsion, neben Ultraviolett und Blau auch eine Empfindlichkeit für Grün und Rot zu besitzen. Dies wird durch das Beimischen von Farbstoffen, wie Eosin, Fuchsin und Cyanin erreicht, die die Lichtenergie im langwelligen Bereich des Spektrums aufnehmen und an die Silberhalogenide weitergeben. Erst mit der Verwendung dieser Substanzen konnten Filmmaterialien hergestellt werden, die für das gesamte sichtbare Gesamtspektrum der elektromagnetischen Strahlung empfindlich sind. Damit war der Grundstein für die unserer Wahrnehmung entsprechende helligkeitsrichtige Abbildung der Tonwerte in der Schwarzweißphotographie und die darauf basierende Farbphotographie gelegt. Die Vorläufer dieser Emulsionen nennt man orthochromatisch.

Pan-Fokus
Spezielles Aufnahmeprogramm bei dem üblicherweise der Autofokus abgestellt wird und die Kamera den Schärfepunkt und die Blende so einstellt, dass alles in einem bestimmten Entfernungsbereich scharf dargestellt wird (= Hyperfokal-Einstellung). Da kein Autofokus-Vorgang stattfindet, kann ohne Zeitverzögerung ausgelöst werden. Fixfokus-Kameras arbeiten nach dem Prinzip der Hyperfokal-Einstellung.

Panorama-Aufnahme
Fotografische „Rundaufnahme“. Bezeichnet generell Fotos, die mindestens doppelt so breit wie hoch sind und sich so zur Abbildung von Motiven mit sehr großem Bildwinkel (bis zu 360°) eignen. Echte Panorama-Fotos zeigen auch einen größeren Bildwinkel als Fotos im herkömmlichen Seitenverhältnis. Bei den gebräuchlichsten Panorama-Techniken dreht sich entweder die Kamera während der Aufnahme um die eigene Achse oder mehrere Einzelbilder werden zu einem extra-langen Bild zusammengefügt. Einfachere Panorama-Systeme schneiden einfach den oberen und unteren Rand eines Bildes ab, um ein Panorama-Bild vorzutäuschen. Jedoch ist dann der Bildwinkel nicht größer als bei einem unbeschnittenen Foto. Besser ist es ein normales Foto zu nehmen und es anschließend zu beschneiden.

Panoramaaufnahme vom Fairyland Canyon im Bryce Canyon NP/Utah

Panoramaaufnahme vom Fairyland Canyon im Bryce Canyon NP/Utah.
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Panoramakamera
Spezialkamera für Panoramaaufnahmen. Man unterscheidet drei verschiedene Typen:
(1) Eine Kamera mit einem Superweitwinkelobjektiv und einem in der Horizontalen verlängerten Bildformat, z.B. die Linhof Technorama mit einem Aufnahmeformat von 6x17 cm und einem Objektiv 1:5,6/90mm.

Abb. einer Panoramakamera Marke Linhof Technorama

Die Linhof Technorama

(2) Eine Kamera mit Schwenkobjektiv, welches sich während der Belichtung in horizontaler Ebene bewegt, z.B. die Noblex Pro oder die Horizon 202.

Abb. einer Panoramakamera Marke Noblex

Die Noblex 135 U

(3) Eine Rotationskamera, die sich mit dem ganzen Gehäuse während der Belichtung um bis zu 360° dreht, und damit echte Rundum-Panoramen ermöglicht, z.B. die Alpa Roto Kamera.

Abb. einer Panoramakamera Marke Alpa Roto

Die Alpa Roto

Parallaxe
Die scheinbare Verlagerung eines Objektes aufgrund unterschiedlicher Beobachtungsstandorte. Phänomen, das bei Durchblick-Suchern aufgrund der versetzten Platzierung von Sucher und Objektiv entsteht. Besonders deutlich bei Nahaufnahmen. Zur Vermeidung des Parallaxen-Fehlers besitzen einige Kameras entsprechende Korrektur-Markierungen im Sucher; hochwertigere Kameras gleichen die Parallaxe im Sucher aus. Die bei Sucherkameras und zweiäugigen Spiegelreflexkameras auftretende Differenz zwischen dem Sucherbild und dem vom Objektiv erfaßten Bildausschnitt, da der Sucher und das Objektiv örtlich nicht übereinstimmen. Bei einäugigen Spiegelreflexkameras tritt keine Sucherparallaxe auf.

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Pentaprisma
Eine spezielle Form des Prismas, das fünfflächige Pentaprisma, dient zur aufrechten und seitenrichtigen Wiedergabe des Sucherbilds in den Prismensuchern der Spiegelreflexkameras.

Perspektive
Von lateinisch perspectus = durchschauen. Geometrisch begründete Methode zur Umsetzung einer dreidimensionalen Wirklichkeit in ein zweidimensionales Bild in der Malerei oder Fotografie. Der italienische Baumeister und Maler Filippo Brunelleschi (1377-1446) soll diese Gesetze um 1420 als erster erwähnt haben. Die perspektivische Darstellung des Raumes mit seiner Tiefenwirkung beruht auf dem Zusammenlaufen der Fluchtlinien und auf der zum Hintergrund hin abnehmenden Abbildungsgröße der Gegenstände. Damit hängt die perspektive Umsetzung vom Standort ab, von dem aus die räumlichen Gegenstände gesehen werden. Für die Fotografie bedeutet das: Der Aufnahmestandort bestimmt die Perspektive des Bildes. Die verwendete Brennweite erzeugt lediglich den Ausschnitt, der festgehalten wird. Die weitverbreitete Annahme, die Perspektive ändere sich mit der Brennweite des Objektivs, und ergebe bei einem Weitwinkel eine weiträumige Perspektive, bei einem Teleobjektiv dagegen eine geraffte Perspektive, ist schlichtweg falsch.

PhotoWissen Band 1 Bildentstehung, Raumtiefe und Größe stellt die visuellen Grundlagen der Perspektive ausführlich dar.

Photo CD
Von Kodak und Philips entwickeltes Verfahren zur digitalen Speicherung herkömmlicher Kleinbild-Fotos oder Dias auf einer CD-ROM. Die Bilder können mit Hilfe eines CD-ROM-Laufwerks direkt in den Computer geladen und weiterbearbeitet werden.

Photokina
Weltgrößte Messe für Foto, Imaging und Video. Findet jedes zweite Jahr gegen Ende September in Köln statt.

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Photon
Abgeleitet von griechisch phos, photós = Licht. Bezeichnung für ein masseloses, sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegendes Elementarteilchen, auch Lichtquant genannt. Es trägt gemäß dem Planckschen Wirkungsquantum (nach Max Planck, 1858 - 1947) die Energie eines elektromagnetischen Feldes, etwa von Licht, Röntgen- und Gammastrahlung, und ist verantwortlich für die Wechselwirkungen zwischen Strahlung und Materie.

Pixel
Kurzwort aus engl. Picture elements = Bildpunkte. In der elektronischen Bildbearbeitung ist das Bild als eine Ansammlung von farbigen Punkten definierbar, die auf dem Monitor oder im Ausdruck dargestellt werden. Diese Bildpunkte werden Pixel genannt. Mit der Anzahl der Pixel steigt die Abbildungsgenauigkeit des Bildes. Die Anzahl der Pixel ist daher ein Qualitätsmerkmal für das Auflösungsvermögen des CCD-Bildsensors einer Digital oder Videokamera. Für Scanner und Drucker wird die Auflösung dagegen in Bildpunkten pro Zoll, engl. dots per inch, abgekürzt dpi, angegeben.

Pixel-Mapping
Bezeichnung für eine Funktion, die defekte Pixel auf dem Bildwandler erkennt und durch Interpolation (aus den Informationen angrenzender, intakter Pixel) das Bild „repariert“.

Pixel-Shift
Aufnahmetechnik bei Digitalkameras, bei der im Bruchteil einer Sekunde zwei aufeinander folgende Aufnahmen mit leicht (im Mikrometer-Bereich) verschobener Aufnahmeebene gemacht werden. Dadurch können die zwei Bilder vom Bildwandler anders ausgefiltert werden, was weniger Interpolationsaufwand und eine bessere Bildqualität zur Folge hat.

Planfilm
Als einzelnes Blatt konfektionierter Film für die Verwendung in Großbildkameras, lieferbar ab der Größe 6x9 cm. Abgesehen von Spezialaufgaben, hat der Planfilm die Glasplatte auch bei Großbildkameras verdrängt.

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Platte
Die Glasplatte als Träger für eine lichtempfindliche Schicht löste das Salzpapier der Kalotypie ab 1851 schnell ab, und geht auf eine Entwicklung des englischen Bildhauers und Fotografen Frederick Scott Archer zurück. Nach dem Erscheinen des Films mit flexibler Unterlage 1888 ging die Verbreitung der Platte zwar ganz allmählich zurück, für spezielle fotografische Anwendungen, bei denen höchste Anforderungen an die Planlage gestellt werden, findet die Platte auch heute noch Verwendung, etwa in der astronomischen Fotografie. Auf Grund des Emulsionsaufbaus der Platte unterschied man im 19. Jahrhundert zwischen Naß- und Trockenplatte.

Pocketkamera
Eine zu den Kleinstbildkameras zählende Kamera für die Filmkassette 110. Das Bildformat ist 13x17 mm. Pocketkameras erschienen massenhaft als einfache Sucherkamera, vereinzelt jedoch auch in Form hochwertiger Spiegelreflexkameras.

Polarisations-Filter
Dieser Filter nimmt eine Sonderstellung ein, denn er wirkt nicht auf die spektrale Zusammensetzung des Aufnahmelichts, sondern auf dessen Schwingungsebene. Aufgrund einer molekularen Gitterstruktur absorbiert der Polarisationsfilter, kurz Polfilter genannt, Licht dessen Schwingungsebene senkrecht zur Gitterstruktur verläuft. Ist die Schwingungsebene des Lichts parallel zur Gitterebene, so kann es den Filter passieren. Dadurch können Lichtstrahlen, die an nichtmetallischen Oberflächen (z.B. Glas, Flüssigkeiten) reflektiert werden, je nach Ausfallswinkel eliminiert oder geschwächt werden, da sie bei der Reflexion polarisiert werden. Bei seitlichem Licht ergeben Polarisationsfilter zudem eine bessere Farbsättigung sowie eine Abdunkelung des Himmels (Postkartenhimmel) bei Landschaftsaufnahmen. Zwei hintereinander geschaltete Polfilter können, je nach Gitterstellung, sämtliches Licht absorbieren. Daher gibt es zwei Typen von Polarisationsfiltern, Linear-Polfilter und Zirkular-Polfilter. Zirkulare Typen werden für Kameras verendet, deren Innenmessung durch teildurchlässige Spiegel in bereits linear polarisiertem Licht erfolgt.

Positiv
Eine fotografische Abbildung, bei der die Tonwerte dem Original entsprechen. Ein Positiv kennen wir als Diapositiv für die Projektion, oder als Papierbild.

PPI
Abk. für pixel per inch. Anzahl der pro Inch von einem Scanner oder einer Digitalkamera erfassbaren Bildpunkte.

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Primärfarben
Grundfarben des additiven (Rot, Grün und blau) oder substraktiven (Cyan, Magenta und Gelb) Farbsystems.

Printer
Automatisches Kopiergerät zur Herstellung von Papierbildern im Großlabor. Die Korrekturfilterung des Farbnegativs und die Belichtung werden automatisch ermittelt. Es finden Rollenpapiere Anwendung. Die Lichtquelle ist eine Halogenlampe, und die Belichtungszeit wird über einen Verschluß gesteuert. Schnelle Printer erreichen eine Leistung von über 18000 Kopien pro Stunde.

Prismensucher
Ein Suchersystem bei Spiegelreflexkameras, bei dem ein über der Mattscheibe angeordnetes Pentaprisma durch ein Sucherokular ein seitenrichtiges und aufrechtstehendes Abbild des Objektes liefert. Im Gehäuse des Prismensuchers befindet sich, wenn vorhanden, auch die Meßzelle für den (TTL-) Belichtungsmesser.

Programmautomatik
Ein Modus der Belichtungssteuerung. Bei einer Programmautomatik werden die Blende und die Verschlusszeit den Lichtverhältnissen entsprechend automatisch von der Kamera eingestellt. Bei den meisten Kameras durch das Symbol "P" gekennzeichnet. Eine Belichtungsautomatik, bei der die Kamera die beiden Parameter einer korrekten Belichtung, Blende und Belichtungszeit, automatisch einstellt. Diese ist besonders für Schnappschüsse beliebt. Einige Kameramodelle verfügen dabei über mehrere, unterschiedlich abgestimmte Programmautomatiken, so genannte Motivprogramme. Eine Programmautomatik "Sport" benutzt z.B. stets die kürzeste Belichtungszeit, welche die Lichtstärke des Objektivs gestattet, um Unschärfen durch Bewegung zu vermeiden. Im Unterschied dazu stellt eine Programmautomatik "Landschaft" die Blende auf die kleinste Öffnung, bei der sich noch eine verwacklungssichere Belichtungszeit ergibt, um einen großen Bereich an Schärfentiefe zu bekommen. Eine Programmautomatik "Portrait" stellt dagegen die größte mögliche Blende ein, um die Schärfentiefe in Grenzen zu halten, und das Hauptmotiv somit vom Hintergrund zu lösen.

Projektor
Gerät zur Wiedergabe von Diapositiven (oder Schmalfilm) auf einem Projektionsschirm. Gewöhnlich besteht der Systemaufbau aus einer Projektorlampe (meist Halogenlampe), und einem Kondensor, einem Ventilator, der Filmhalterung und einem Objektiv. Außerdem kann der Projektor mit einem Magazin für schnelles Einlegen und Wechseln des Films und einer Einrichtung zur Fernauslösung oder zum programmierbaren Betrieb ausgestattet sein. Viele moderne Projektoren verfügen auch über automatische Scharfeinstellung, die Verwölbungen des Diapositivs infolge Erwärmung erkennt und den Auszug des Objektivs korrigiert. Bei den besseren Modellen entfällt sogar die Scharfeinstellung mit der Hand, wobei ein System, ähnlich wie bei bestimmten Kameras mit Autofokus, das projizierte Bild auf optimaler Schärfe hält, indem es das Projektionsobjektiv vor- oder zurückbewegt. Die meisten Projektoren eignen sich für Dias von Kleinbildfilmen mit einem Format von 24x36 mm und Diarahmen von 5x5 cm. Ebenso werden Projektormodelle für die Filmformate 110, 126 und 6x6 cm angeboten. Projektoren sind normalerweise für den Betrieb in abgedunkelten Räumen gedacht, es gibt aber auch einige kleine tragbare Modelle mit eingebautem Projektionsschirm, die bei Tageslicht verwendet werden können. Daneben gibt es einen Typ von Projektor für Aufsichtbilder, das Episkop.

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Punktmodulation
Verfahren, bei dem Helligkeitsunterschiede einzelner Bildpunkte durch die Veränderung der Punktgröße erreicht werden.

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