Photolexikon Buchstabe S




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Index aller Einträge


SCA-Adapter | SLR | SW-Film | Sammellinse | Satz-Objektiv | Scanner | Scannerkamera | Schichtträger | Schlitzverschluss | Schlitzverschluß | Schmalfilm | Schnittbildindikator | Schnittweite | Schraubgewinde | Schwarzschild-Effekt | Schwarzweißfilm | Schwärzungskurve | Schärfe | Schärfebereich | Schärfentiefe | Selbstauslöser | Selektivmessung | Sensibilisierung | Sensitometrie | Sepia | Serienbildfunktion | Servoblitzgerät | Shift-Objektiv | Signalprozessor | Silberhalogenide | Skylight-Filter | Smart Media Karte | Sofortbildkamera | Sofortbildverfahren | Solarisation | Sonnar | Speichermedium | Spektrum | Sphärische Abberation | Spiegelobjektiv | Spiegelreflexkamera | Spiegelvorauslösung | Sportaufnahmen | Spotmessung | Springblende | Standfoto | Stativ | Stereo-Fotografie | Stilleben | Stitchen | Stoppbad | Streulicht | Studioblitzgerät | Subtraktive Farbmischung | Sucher | Sucherkamera | Super-CCD | Superachromat | Superweitwinkelobjektiv | Synchronblitz | Systemblitzschuh | Systemkamera


Sammellinse
Eine Linse, die in der Mitte dicker ist als am Rand, und die Lichtstrahlen zusammenlaufen läßt, also in einem Brennpunkt vereinigt. Man unterscheidet drei Bauformen: bikonvex, plankonvex und konkavkonvex. Jedes Objektiv ist in der Wirkung eine solche konvexe oder Sammellinse. Ferner gehören Lupen und Nahlinsen zu dieser Art von Linsen.

Satz-Objektiv
Ein Objektivtyp für Kameras mit Zentralverschluß, beim dem die Vorderlinse abnehmbar, und gegen ein anderes Linsensystem austauschbar ist. So lassen sich durch Wechsel des Objektivvorderteils unterschiedliche Brennweiten erreichen, während die hinteren Linsengruppen mit dem Zentralverschluß fest in der Kamera verbleiben. Die bekannteste Kamera, die mit einem Satz-Objektiv ausgestattet war, ist wohl die Zeiss Ikon Contaflex, die ab 1957 mit einem Tessar 1:2,8/50mm ausgestattet wurde, deren Vorderlinse in einem Bajonett sitzt und gegen so genannte Pro-Tessar Linsensysteme mit 35mm, 85mm oder 115mm ausgetauscht werden kann.

SCA-Adapter
SCA = Abkürzung für Special Camera Adaption. SCA-Adapter verbinden die Elektronenblitzgeräte einiger Hersteller (in erster Linie die der Firma Metz) mit bestimmten Kameras unter Beibehaltung der kameratypischen automatischen Blitzfunktionen. (Umschaltung auf die Blitz-Synchronzeit, Blitzbereitschaftsanzeige im Sucher, TTL-Blitzlichtsteuerung u.s.w.) Die Adapter werden einfach auf das Blitzgerät geschoben, und lassen sich daher schnell wechseln, ein Blitzgerät also auch für mehrere Kameras unterschiedlicher Marken einsetzen. Verwendet wird das SCA-300 System und das SCA-3000 System, welches auch den Transfer digitaler Daten zwischen Blitzgerät und Kamera, und damit auch komplexe Funktionen, unterstützt.

Scanner
Elektronisches Gerät zur Abtastung und Umwandlung von Bildvorlagen. Scanner werden hauptsächlich dazu benutzt, um Fotos, Negative oder Dias in einen Computer (PC) einzulesen, welche dann digital weiterverarbeitet, manipuliert, gespeichert, versendet oder ausgedruckt werden können. Man teilt Scanner technisch in Rollen- und Flachbettscanner ein, je nachdem, ob bei dem Gerät während des Scanvorgangs die Vorlage oder die Abtasteinheit bewegt wird. Die Abtasteinheit selbst besteht aus einer CCD-Sensorzeile. In der elektronischen Bildbearbeitung finden so genannte Flachbettscanner Verwendung, die man grob in Filmscanner, welche einen Einschub für Dias oder Filmstreifen haben, und solche für größere Vorlagen wie Fotos oder Buchseiten, einteilen kann. Zu den Rollenscannern gehören die im Druckgewerbe eingesetzten Trommelscanner, bei denen die Vorlage auf eine Trommel gespannt wird, und rotierend an der Abtasteinheit vorbeigeführt wird, sowie die zur Texterkennung verwendeten Handyscanner. Ein Software-Treiber (z.B. ein so genannter Twain-Treiber, der zum Betriebssystem des PCs gehört,) verknüpft dabei den Scanner mit einer Bildbearbeitungs-Software. Die Qualitätsmerkmale eines Scanners sind die Auflösung in Bildpunkten pro Zoll, engl. "dots per inch", abgekürzt "dpi", sowie die in Bit angegebene Farbtiefe, welche angibt, wieviele Farbtöne der Scanner auflösen kann.

Scannerkamera
Eine Sonderform einer Digitalkamera mit besonders hoher Auflösung. Bei der Scannerkamera findet kein CCD-Bildsensorchip Verwendung, sondern, wie bei einem Scanner, eine CCD-Sensorzeile. Diese wird während der Belichtung motorisch über die Bildebene bewegt. Weil dieser Vorgang etwa 30 Sekunden benötigt, sind Scannerkameras nur für unbewegte Motive wie Stilleben oder Reproduktionen geeignet. Während der Aufnahme ist die Kamera mit einer Bildbearbeitungs-Software des Computers (PC) verbunden. Da Scannerkameras auf diesem Wege jedoch eine Auflösung von bis zu 100 Millionen Bildpunkte erreichen, werden sie z.B. für professionell erstellte Produktfotos in der Werbung verwendet.

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Schärfebereich
Bereich in dem ein Fixfokus-Objektiv das Motiv scharf abbildet.

Schichtträger
Die Unterlage, auf die die lichtempfindliche Emulsion aufgegossen wird. In Gebrauch sind Glas (Platte), Papier (Fotopapier) oder Kunststoffe (Film, Fotopapier).

Schlitzverschluß
Ein unmittelbar vor der Bildebene der Kamera befindlicher Verschluß, der sowohl aus zwei lichtdichten Tuchvorhängen, oder aus zwei Gruppen von Metallamellen bestehen kann. Er findet hauptsächlich in Sucheroder Spiegelreflexkameras Verwendung, die über abnehmbare und auswechselbare Objektive verfügen. Bei der Auslösung gibt der erste Vorhang oder die erste Lamellengruppe das Bildfenster frei, während der zweite Vorhang bzw. die zweite Lamellengruppe der Belichtungszeit entsprechend verzögert folgt und das Bildfenster wieder schließt. Dabei wird nur bei relativ langen Belichtungszeiten die ganze Bildebene freigegeben, bei kürzeren Belichtungszeiten bildet sich lediglich ein Schlitz. Der Film wird dann nicht überall gleichzeitig belichtet, sondern im Rahmen der Ablaufgeschwindigkeit des zweiten Vorhangs nacheinander. Die Belichtungszeit ergibt sich dann durch die Schlitzbreite. Für Blitzlichtaufnahmen muß eine Belichtungszeit gewählt werden, bei der das ganze Bildfenster geöffnet wird. Diese Einstellung nennt man Synchronzeit.

Schmalfilm
Für die Aufnahme bewegter Bilder konfektionierter Film, der zudem "schmaler" als der 35mm-Kinofilm ist. Es gibt ihn mit 16mm oder 8mm Breite. Sehr beliebt im Amateurbereich waren die Konfektionierungen Normal-8 und Super-8. Schmalfilm wurde von der Videotechnik fast vollständig verdrängt.

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Schnittbildindikator
Ein Hilfsmittel zur Scharfeinstellung bei Spiegelreflexkameras, befindet sich auf der Einstellscheibe. Der Schnittbildindikator besteht aus zwei in einem bestimmten Winkel zueinander angeordneten Glaskeilen in der Mitte der Mattscheibe, welche die Randstrahlen des Objektivs derart ablenken, daß sie bei falscher Scharfeinstellung nicht eines, sondern zwei Teilbilder von vertikalen Linien entstehen lassen. Bei korrekter Scharfeinstellung vereinen sich die Linien. Da ein Schnittbildindikator mit den Randstrahlen des Objektivs arbeitet, zeigt er bei lichtstarken Objektiven die beste Wirkung. Beim Gebrauch von langbrennweitigen Objektiven durchschnittlicher Lichtstärke (1:5,6 und darunter) kann der Schnittbildindikator abdunkeln. Daher gibt es für viele Spiegelreflexkameras auch Einstellscheiben ohne Schnittbildindikator, etwa solche mit einem Mikroprismenraster.

Schnittweite
Die Schnittweite bezeichnet den Abstand der Hinterlinse eines Objektivs von der Bildebene (Filmebene) bei Einstellung auf unendlich.

Schraubgewinde
Schraubgewinde dienen bei einigen Spiegelreflex- oder Sucherkameras zur Befestigung von Objektiven am Kameragehäuse. Auch die meisten Vergrösserungsobjektive werden über ein Schraubgewinde am Vergrößerungsgerät befestigt. Das Objektiv sitzt nach 3 bis 4 Umdrehungen fest. Gebräuchlich sind die Gewinde M39 (auch Leica-Gewinde genannt) und M42 (auch Praktica-Gewinde genannt). Das M42-Gewinde für die Verwendung an Spiegelreflexkameras kann ein Übertragungselement für die Springblende oder elektrische Kontakte für die Offenblendenmessung besitzen. Komplexere Automatikfunktionen sind jedoch nur mit einem Bajonett zu bewerkstelligen.

Schwarzschild-Effekt
Ein von dem deutschen Astronomen Karl Schwarzschild (1873 - 1916) beschriebener Effekt, der die in der Fotografie bei langen oder extrem kurzen (Kurzzeiteffekt) Belichtungszeiten auftretende Unterbelichtung trotz ausreichender Gesamtlichtmenge meint. Karl Schwarzschild war aufgefallen, daß fotografisches Material trotz korrekter Belichtungsrechnung bei langen Belichtungszeiten (ca. 10 Sekunden und mehr) mit Unterbelichtung reagierte, mit anderen Worten, die Empfindlichkeit bei geringen Lichtintensitäten geringer wurde. Ein ähnlicher Effekt tritt auch bei sehr kurzen Belichtungszeiten (1/8000 Sekunde und darunter) auf. Bei Farbfilmen kommt es außerdem zu einer Farbverschiebung (Farbstich). Da jede Emulsion anders auf den Schwarzschild-Effekt reagiert, erhält man von den Filmherstellern Datenblätter mit Angaben zur Belichtungszeit-Korrektur.

Schwarzweißfilm
Schwarzweißfilm besteht aus einer Emulsion aus in Gelatine gebetteten Silberhalogeniden auf einem flexiblen Schichtträger. Dieser Film gibt die Farben eines Motivs in adäquaten Grautönen wieder. Moderner Schwarzweißfilm ist panchromatisch sensibilisiert, d.h. für alle Farben des sichtbaren Spektrums empfindlich. Weit verbreitet ist Schwarzweißfilm als Negativfilm, jedoch existieren ebenso Umkehrfilme, wenngleich viele Negativfilme auch in einer speziellen Entwicklung zum Diapositiv verarbeitet werden können. Neben dieser "klassischen" Konstruktion gibt es den chromogenen Filmtyp, der wie ein Farbfilm mehrschichtig aufgebaut ist und wie dieser Farbkuppler in den Schichten eingelagert aufweist. Jede dieser Schichten weist eine andere Gradation auf, was zu einem sehr großen Belichtungsspielraum führt und diese Filme sehr universell einsetzbar macht. Sie werden wie ein Farbnegativfilm entwickelt, es entsteht ein schwarzweißes Farbstoffbild.

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Schwärzungskurve
Eine grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen Belichtung und Schwärzung einer fotografischen Emulsion. Die Schwärzungskurve gibt Auskunft über Empfindlichkeit, Kontrast und Tonwertumfang eines Materials. Typischerweise werden Schwarzweißfilme in einer Schwärzungskurve dargestellt, Farbfilme in drei Kurven (je eine Kurve für jede Grundfarbe).

allg. Charakteristik-Kurve

Allgemeine Charakteristik-Kurve

Schärfe
Schärfe und Brillanz sind Kriterien, nach denen die Bildgüte einer Abbildung beurteilt wird. Objektivseitig wird die Schärfe über das Auflösungsvermögen erbracht und ermittelt, die Brillanz über das Kontrastwiedergabevermögen des Objektivs. In der Summe beider Eigenschaften ergibt sich mehr oder weniger Abbildungsgüte. So ist zur Wiedergabe feiner Details neben einem ausreichenden Auflösungsvermögen auch eine Kontrastwiedergabe erforderlich, welche die Detailkanten deutlich voneinander trennt. So könnte ein Betrachter eine kontrastreiche Aufnahme von allerdings nur mittelmäßiger Auflösung als schärfer empfinden, als eine Aufnahme hoher Auflösung, aber nur flauer Kontrastwiedergabe, weil die kontrastreiche Bildwiedergabe die Details deutlicher von einander zu trennen vermag, auch wenn dabei feinste Details fehlen. Schärfe und Brillanz einer Bildwiedergabe sind die Summe vieler Eigenschaften in der fotografischen Verarbeitung. So spielt eine Rolle, wie gut die Abbildungsfehler bei einem Objektiv beseitigt werden konnten, aber auch die Vergütung und die Reflexionsfreiheit des inneren Objektivgehäuses. Die Qualität des Films, seine Lichthoffreiheit etwa, sowie dessen Verarbeitung während der Entwicklung und eventuell bei der Vergrößerung sind ebenfalls entscheidend.

PhotoWissen Band 4 Visuelle Schärfe stellt ausführlich dar, welche Faktoren zu unserer Schärfe-Wahrnehmung zählen und wie sich Schärfe im photographischen Bereich bemißt.

Schärfentiefe
Vor und hinter der Ebene, auf welche scharf gestellt wurde, erstreckt sich ein Raum, der im Bild noch ausreichend scharf wiedergegeben wird. Diesen Raum nennt man Schärfentiefe oder auch Tiefenschärfe. In diesem Raum ergibt sich genaugenommen keine scharfe Abbildung, die hat man allein an der Einstellebene, sondern eine Abbildung mit so geringer Unschärfe, daß ein Betrachter noch nicht den Eindruck von Unschärfe bekommt. Die Schärfentiefe ist abhängig von der Blende und vom Abbildungsmaßstab. Da sich der Abbildungsmaßstab letztlich aus der Brennweite und der Entfernung ergibt, lassen sich folgende Regeln aufstellen:
Eine längere Brennweite ergibt weniger Schärfentiefe, als eine kürzere.
Eine größere Entfernung ergibt mehr Schärfentiefe, als eine kürzere Entfernung.
Eine kleinere Blende ergibt mehr Schärfentiefe, als eine größere Blende.

PhotoWissen Band 4 Visuelle Schärfe stellt ausführlich dar, welche Faktoren die photographische Schärfentiefe beeinflussen.

Selbstauslöser
Funktion, die die Öffnung des Verschlusses verzögert, um bei langen Belichtungszeiten ein vibrationsfreies Auslösen zu gewährleisten, bzw. die es dem Fotografen ermöglicht, sich selbst aufzunehmen. Ein in viele Kameras eingebautes Bauteil, das den Moment der Auslösung um eine Vorlaufzeit verzögert. Diese Vorlaufzeit beträgt in den meisten Fällen 10 Sekunden. Selbstauslöser älterer Kameras funktionieren mit einem mechanischen Federwerk, in neueren Kameras wird die Verzögerung elektronisch geregelt. Ein Selbstauslöser gestattet es dem Fotografen, selbst mit aufs Bild zu kommen, da er nach dem Auslösen 10 Sekunden Zeit bis zum Erfolgen der Belichtung hat, und sich so vor der Kamera positionieren kann. Zudem erlaubt ein Selbstauslöser ein vibrationsfreies Auslösen verwacklungskritischer Aufnahmen, etwa in der Nah- und Makrofotografie oder bei der Verwendung von langbrennweitigen Teleobjektiven, da die Kamera zwar zum Auslösen, nicht aber während der Belichtung berührt werden muß. Wird der Selbstauslöser an einer Spiegelreflexkamera mit Prismensucher und unter Verwendung einer Belichtungsautomatik benutzt, so muß das Sucherokular während der Belichtung durch einen geeigneten Okularaufsatz verschlossen werden, da durch das Okular eindringendes Streulicht die Belichtungsmessung verfälschen kann.

Selektivmessung
Bei der Selektivmessung wird nur ein ganz bestimmter Teil des Motivs – oft in der Bildmitte – angemessen. Die Selektivmessung erfolgt jedoch über einen breiteren Messwinkel (üblicherweise 3 bis 20%) als bei der Spotmessung (Messwinkel unter 5%).

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Sensibilisierung
Grundsätzlich sind Silberhalogenide nur für Ultraviolett und Blau empfindlich. Die ersten fotografischen Materialien besaßen nur diese begrenzte Farbempfindlichkeit. 1873 wurde von Hermann Wilhelm Vogel ein Verfahren erfunden, Silberhalogenide auch für andere Farben zu sensibilisieren. So wurden zuerst orthochromatische Emulsionen möglich, die Grün gegenüber empfindlich sind, und später panchromatische Emulsionen, die auch für Rot empfindlich sind. In der Konstruktion von Farbfilmen spielen unterschiedlich sensibilisierte Schichten eine entscheidende Rolle. Schwarzweißfilme sind heute panchromatisch sensibilisiert, wenn man von speziellen Dokumentenfilmen für Reproduktionszwecke absieht.

Sensitometrie
Wissenschaftliche Methode, um die Lichtempfindlichkeit von fotografischem Aufnahmematerial zu bestimmen. Der Empfindlichkeitsangabe in den bekannten Maßsystemen wie ASA oder DIN, die in der ISO-Norm vereinigt sind, liegen sensitometrische Messungen zugrunde.

Sepia
Bersteinfarbener Farbton. In der analogen Fotografie wird so genannter Sepia-Toner benutzt, um Fotoabzüge alt aussehen zu lassen.

Foto mit Sepia-Effekt

Photographie mit Sepia-Effekt

Serienbildfunktion
Diese Funktion erlaubt es, in schneller Folge eine Vielzahl von Aufnahmen zu machen. Die Speicherung der Digitalbilder auf der Speicherkarte erfolgt dabei Zeit versetzt.

Servoblitzgerät
Ein Elektronenblitzgerät, welches kabellos durch das Aufleuchten eines weiteren (an der Kamera befindlichen) Blitzgeräts auslöst. Servoblitzgeräte sind daher dazu geeignet, ein Motiv auf einfache Weise mit mehreren Blitzgeräten auszuleuchten. Der für diese Funktion erforderliche Servoauslöser ist in viele Blitzgeräte eingebaut, so etwa in praktisch alle Studioblitzgeräte. Zudem gibt es separate Servoauslöser als Zubehör, um jedes beliebige Blitzgerät als Servoblitzgerät verwenden zu können.

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Shift-Objektiv
Eine spezielle Ausführung eines Weitwinkelobjektivs mit Perspektivkorrektur. Diese Objektive erlauben eine waagerechte oder senkrechte Verschiebung gegenüber der optischen Achse, da sie auf einer beweglichen Fassung montiert sind. So lassen sich etwa in der Architekturfotografie "stürzende Linien" vermeiden, welche durch Neigung der Kamera entstehen. Bei einem Shift-Objektiv kann nun das optische System nach oben verschoben werden, und die Kamera bleibt in der Waagerechten.

Nikkor Shiftobjektiv

Nikkor Shiftobjektiv

Signalprozessor
Mikroprozessor bzw. elektronischer Baustein in der Kamera, der die vom A/D-Konverter gelieferten Signale verarbeitet.

Silberhalogenide
Chemische Bezeichnung für eine Gruppe von Silbersalzen. Einige von ihnen, etwa Silberbromid, Silberchlorid und Silberjodid sind lichtempfindlich, und bilden den wesentlichen Bestandteil der fotografischen Emulsionen. Bei der Belichtung werden sie in metallisches Silber und freies Halogen zersetzt. Das latente Bild entsteht. Bei der Entwicklung wird dieses durch Schwärzung des Silbers sichtbar gemacht.

Skylightfilter
Ein zart rosa getönter Filter für die Farbfotografie. Dieser Filter sperrt die ultraviolette Strahlung, und verhilft, in erster Linie bei der Verwendung von Diafilm, zu etwas wärmeren Farben, etwa in der Durchzeichnung von Schatten. In der Fernsicht beseitigt er den durch diffuses ultraviolettes Licht verursachten (und für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren) Dunst in Landschaftsaufnahmen. Der Skylightfilter entspricht dem Konversionsfilter KR 1,5. Er benötigt keinen Verlängerungsfaktor.

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SLR
Abkürzung für Single Lens Reflex; englische Bezeichnung für einäugige (= mit einem Objektiv bzw. Objektivanschluss versehene) Spiegelreflexkameras.

Smart Media Karte
Bauform eines knapp einen Millimeter dicken Wechselspeichers für Digitalkameras, der kaum größer als eine Briefmarke ist. Die Smart Media Karte ist meist günstiger in der Anschaffung als eine Compact Flash Karte, hat dafür aber keinen integrierten Controller, was vereinzelt zu Kompatibilitätsproblemen führen kann. Bei dieser Speicherkarte handelt es sich um einen Flash-EPROM-Chip, der die gespeicherten Informationen hält, bis sie von einem elektronischen Impuls, dem "Flash", gezielt gelöscht werden. Anders als etwa beim Arbeitsspeicher eines Computers, bleiben die Daten also erhalten, wenn das Gerät ausgeschaltet wird oder die Speicherkarte entnommen wird. Die Speicherkarte kann aber beliebig gelöscht und wiederverwendet werden. Um die Speicherkarte auch auf einem Computer (PC) lesen oder beschreiben zu können, gibt es Kartenlesegeräte oder Adapter für das 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Ferner werden einige Typen dieser Speicherkarten nicht ausschließlich für Digitalkameras oder digitale Camcorder verwendet, sondern auch von anderen Geräten wie Kleinstcomputern oder Musikabspielgeräten.

Sofortbildkamera
Eine Sofortbildkamera liefert einige Sekunden nach der Belichtung ein fertiges Papierbild in Farbe oder Schwarzweiß. Das Verfahren wurde 1947 von dem Amerikaner Edwin Herbert Land vorgestellt, dem Konstrukteur der ersten Polaroid Kamera. Andere Verfahren konnten sich nicht gegen Polaroid durchsetzen. Neben Sofortbildkameras, die es als Sucherkamera oder Spiegelreflexkamera gibt, sind auch Polaroid Rückwände für alle gängigen Mittelformat- oder Großbildsysteme in Gebrauch.

Sofortbildkamera Polaroid SX-70

Die legendäre Sofortbildkamera Polaroid SX-70

Sofortbildverfahren
Das Sofortbildverfahren liefert einige Sekunden nach der Belichtung ein fertiges Papierbild, und wurde 1947 von dem Amerikaner Edwin Herbert Land erfunden, dem Gründer der Polaroid Corporation. Sofortbilder bedürfen spezieller Filmpackungen und spezieller Kameras. Man kann zwei Verfahren unterscheiden:
(1) Beim Trennbildverfahren besteht die Bildeinheit aus einem Negativ und einem Positiv. Das belichtete Bild wird an einer Lasche aus der Kamera herausgezogen. Es durchläuft dabei Walzen, die eine in das Bild eingelagerte Chemikalienpaste gleichmäßig über Negativ und Positiv verteilen. Je nach Filmtyp wird das Negativteil nach 15 bis 60 Sekunden vom Positivteil abgezogen. Das Bild ist nun fertig, das Negativ wird entsorgt.
(2) Beim integrierten Verfahren, 1970 mit dem Polaroid Film SX-70 auf den Markt gekommen, entsteht ein positives Bild direkt ohne Zwischennegativ. Die Kameras für diese Filmtypen weisen zwischen Objektiv und Bildebene einen Spiegel auf, damit die Abbildung nicht seitenverkehrt erscheint. Auch hier wird das belichtete Bild durch Walzen, die die Entwicklerpaste verteilen, aus der Kamera transportiert. Der Entwicklungsprozeß findet bei Tageslicht statt und kann beobachtet werden.
Sofortbildverfahren konnten sich nur von der Firma Polaroid durchsetzen. Der Versuch von Kodak, ein integriertes Verfahren auf den Markt zu bringen, scheiterte letztlich an Patentfragen. Zur Mitte des Jahres 2001 geriet die Polaroid Corporation in finanzielle Turbulenzen.

Solarisation
Bei der Solarisation unterscheidet man zwischen Solarisation und Pseudo-Solarisation:
(1) Die eigentliche Solarisation ist eine Umkehr der Tonwerte auf Film oder Platte infolge einer etwa tausendfach verlängerten Belichtung. Diese Solarisation ist heute schwer zu erzielen, da Filmmaterial inzwischen gegen extreme Überbelichtung unempfindlich gemacht wird.
(2) (auch als Sabattier-Effekt oder Pseudo-Solarisation bekannt) Die teilweise Tonwertumkehrung durch Zwischenbelichtung des Bildes bei der Entwicklung. Unterentwickelte Bildpartien werden dabei nachbelichtet, also umgekehrt. Das Resultat ist eine oftmals effektvolle Mischung aus Negativ und Positiv. Zum Solarisieren eines Schwarzweißbildes sollte das Negativ auf Papier harter Gradation kopiert werden. Nach der halben Entwicklungszeit wird das Papier für kurze Zeit nachbelichtet, fertig entwickelt und fixiert.

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Sonnar
Objektivkonstruktion aus dem Hause Carl Zeiss. Da sich bei einem Tessar die Lichtstärke nicht beliebig erhöhen ließ, entwickelte man um 1930 daraus das Sonnar, mit dem nun Lichtstärken bis zu 1:1,5 (bei 50mm) möglich wurden. Als Sensation galt das 1936 erschienene "Olympia-Sonnar" 1:2,8/18cm (180mm), das erste hochlichtstarke Teleobjektiv. Während sich das Sonnar bei Telekonstruktionen bis heute halten konnte, wurden lichtstarke Normalobjektive durch die Verbesserung der Vergütungstechnik schließlich zur Domaine der Gauß- Typen.

Sphärische Aberration
Abbildungsfehler bei Objektiven (Öffnungsfehler). Dieser Fehler tritt auf, weil die Linsenoberfläche eine Kugeloberfläche ist. Die Bündelung parallel eintreffender Strahlen in einen Brennpunkt ist nur für achsennahe Strahlen gegeben. Asphärische Linsen mit parabelförmigem Querschnitt löschen diesen Fehler aus, sind aber in der Herstellung sehr teuer. Das scharfe Kernbild wird durch die sphärische Aberration von einem Unscharfen überlagert, welche man bei Weichzeichnerobjektiven, bei denen dieser Fehler absichtlich unterkorrigiert ist, ausnutzt. Abblenden erhöht die Bildschärfe, jedoch verschiebt sich die Bildschärfenebene, was ein Nachfokussieren notwendig macht.

Schematische Darstellung der Sphaerischen Aberration in der Optik

Schematische Darstellung der Sphärischen Aberration in der Optik

Speichermedium
Digitalkameras benötigen ein Speichermedium, (Speicherkarte, CD, Diskette u.a.) auf dem die mit der Kamera gemachten Aufnahmen gespeichert, und anschließend an einen PC oder einen Drucker weitergeleitet werden können. Die meisten Digitalkameras verfügen über die Möglichkeit, die Bildinformationen auf einer austauschbaren Speicherkarte abzulegen. Bei dieser Speicherkarte handelt es sich um einen Flash-EPROM-Chip, der die gespeicherten Informationen hält, bis sie von einem elektronischen Impuls, dem "Flash", gezielt gelöscht werden. Anders als etwa beim Arbeitsspeicher eines Computers, bleiben die Daten also erhalten, wenn das Gerät ausgeschaltet wird oder die Speicherkarte entnommen wird. Die Speicherkarte kann aber beliebig gelöscht und wiederverwendet werden. Um die Speicherkarte auch auf einem Computer (PC) lesen oder beschreiben zu können, gibt es Kartenlesegeräte oder Adapter für das 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Ferner werden einige Typen dieser Speicherkarten nicht ausschließlich für Digitalkameras oder digitale Camcorder verwendet, sondern auch von anderen Geräten wie Kleinstcomputern oder Musikabspielgeräten. Es gibt zur Zeit:

Compact Flash Karte: Erhältlich mit einer Kapazität bis zu 2 GB.
Smart Media Karte: Erhältlich mit einer Kapazität bis zu 256 MB.
Multi Media Karte: Erhältlich mit einer Kapazität bis zu 128 MB.
Memory Stick: Erhältlich mit einer Kapazität bis zu 1 GB.

Weitere Speichermedien, wenngleich weniger verbreitet, sind: Mehrfach beschreibbare Compact Disc mit einer Kapazität von 156 MB, auf die die Kamera die Bilddaten brennt und die anschließend von jedem CD-ROMLaufwerk eines PC ausgelesen werden können. Disketten, neben der handelsüblichen 3,5-Zoll-Diskette mit einer Kapazität von 1,44 MB, gibt es weitere Diskettentypen. Die miniaturisierte Wechselfestplatte (IBM Microdrive) mit einer Kapazität bis zu 4 GB, welche bei einigen Kameras wie eine Compact Flash Karte eingesetzt werden kann.

Spektrum
In der Optik die Farbenfolge von violett bis rot, die bei der Brechung von Licht in einem Prisma entsteht. Des weiteren meint man damit die wellenlängenabhängige Einteilung von elektromagnetischen Wellen, und spricht etwa vom optischen Spektrum, vom Radiospektrum, vom Röntgenspektrum u.s.w.

Die Farben des sichtbaren Lichtspektrums

Die Farben des sichtbaren Lichtspektrums

Spiegelobjektiv
Eine bei langbrennweitigen Objektiven (ab 300mm bis 2000mm) gebräuchliche Konstruktion, bei der die Sammelwirkung von gekrümmten Spiegeln anstatt der von Linsen ausgenutzt wird. Ein Spiegelobjektiv besitzt zwei Spiegel, den durchbohrten Hauptspiegel an der Rückseite, und einen Fangspiegel an der Vorderseite. Durch das zweifache Umlenken des Lichts sind Spiegelobjektive sehr kompakt im Vergleich zur Brennweite. Spiegel verursachen keinerlei Farbfehler, auf eine Korrektur einer chromatischen Aberration kann also verzichtet werden. Jedoch weist ein Hohlspiegel je nach Form (kugelig, parabolisch) mehr oder minder starke Bildfeldwölbungen auf, die nur bei sehr langen Brennweiten nicht störend in Erscheinung treten. Zur Beseitigung dieser Abbildungsfehler befindet sich ein kleines Linsensystem aus drei bis vier Linsen in dem Objektiv. Ein Spiegelobjektiv besitzt keine Blende, es kann daher nicht abgeblendet werden. Zur Reduktion der Lichtintensität können Graufilter Verwendung finden, was nichts daran ändert, daß ein Spiegelobjektiv nicht in der Schärfentiefe variiert werden kann. Spiegelobjektive sind zumeist ein wenig teurer als vergleichbare Achromaten.

Ein Teleobjektiv in Speigelbauweise

Ein Teleobjektiv in Spiegelbauweise

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Spiegelreflexkamera
Ein Kameratyp, bei dem das Sucherbild über einen 45°-Spiegel auf einer Mattscheibe betrachtet wird. Man unterscheidet einäugige und zweiäugige Spiegelreflexkameras:
(1) Bei der einäugigen Spiegelreflexkamera wird das Motiv durch das Aufnahmeobjektiv betrachtet. Der Spiegel befindet sich zwischen Objektiv und Schlitzverschluß, und leitet das Sucherbild auf die Einstellscheibe. So lassen sich Schärfe und Bildausschnitt optimal beurteilen, denn das Sucherbild ist frei von jeder Parallaxe. Um das Sucherbild auf der Mattscheibe zu betrachten, gibt es Prismensucher, welche ein seitenrichtiges, aufrechtes Sucherbild zeigen, und Lichtschachtsucher, bei denen das Sucherbild seitenverkehrt erscheint. Prismensucher verfügen in der Regel über einen eingebauten (TTL-) Belichtungsmesser. Wird der Auslöser gedrückt, so schwingt der Spiegel nach oben und gibt den Strahlengang zur Filmebene frei. Der Verschluß öffnet sich für die Dauer der Belichtungszeit. Anschließend schwingt der Spiegel zurück in seine Ruheposition. Dieser Spiegelreflextyp ist als hochwertige Kleinbildkamera weit verbreitet, es gibt jedoch auch Typen im Mittelformat oder als Digitalkamera. Die meisten Spiegelreflexkameras diesen Typs verfügen neben einer vollautomatischen Belichtungssteuerung auch über eine Autofokus-Funktion, die die Schärfe selbsttätig kontrolliert und am Objektiv motorisch einstellt.

Schema einer einäugigen Spiegelreflexkamera

Schema einer einaeugigen Spiegelreflexkamera

(2) Die zweiäugige Spiegelreflexkamera besitzt neben dem Aufnahmeobjektiv ein separates Sucherobjektiv. Der Spiegel einer zweiäugigen Spiegelreflexkamera bewegt sich während der Aufnahme nicht, da er nicht im Strahlengang des Aufnahmeobjektivs montiert ist. Daher verwenden die Geräte dieses Typs zumeist einen Zentralverschluß. Modelle mit Prismensucher sind hier seltener, der Lichtschachtsucher, der ein seitenverkehrtes Sucherbild zeigt, ist die Regel. Zweiäugige Spiegelreflexkameras gibt es heute ausschließlich für das Mittelformat 6x6 cm.

Rolleiflex SLR

Die Rolleiflex, die Mutter aller zweiäugigen Spiegelreflexkameras

Spiegelvorauslösung
Bei einigen einäugigen Spiegelreflexkameras läßt sich der Spiegel manuell von der Sucher- in die Aufnahmeposition klappen. Diese Spiegelvorauslösung genannte Funktion vermeidet Vibrationen des Kameragehäuses im Augenblick der Belichtung. Bei längeren Belichtungszeiten steigert dies die Bildschärfe, da die Vibrationen die Aufnahme möglicherweise verwackeln können.

Sportaufnahmen
Welche Ausrüstung für Sportaufnahmen benötigt wird, hängt in erster Linie von der abzulichtenden Sportart ab, die Wahl der passenden Objektive etwa von der zu überbrückenden Distanz. Beim Fußball kann dies für einen Kamerastandpunkt nahe am Spielfeldrand von wenigen Metern bis gut 100 m reichen, entsprechend dürften sowohl ein gemäßigtes Weitwinkel (35mm), als auch die Telebrennweiten bis hin zu ca. 400mm nützlich werden. Tennisspiele werden durchweg mit einem Tele von 300mm aufgenommen, auch zum Fotografieren bei Motorsportveranstaltungen werden Telebrennweiten von 200mm oder 300mm benötigt. Die größten Distanzen sind wohl bei bestimmten Wassersportarten zu überbrücken, beim Segeln oder Surfen, daher findet man dort Objektive zwischen 500mm und 1000mm, die als Spiegelobjektiv besonders kompakt ausfallen. Bei Sportszenen besteht die Aufgabe darin, die der entsprechenden Sportart typischen Bewegungsabläufe festzuhalten. Bei Läufen in der Leichtathletik oder bei Motorsportveranstaltungen kann man dem Objekt durch Mitziehen der Kamera folgen. Solche Aufnahmen zeigen das Objekt scharf vor einem verwischten Hintergrund. Bei aktionsgeladenen Sportarten wie beim Fußball oder Tennis gilt es, diese Bewegungen sicher einfrieren zu können, dann sind kurze Belichtungszeiten unumgänglich. Daher favorisieren viele Fotografen die Blendenautomatik, bei der die benötigte Belichtungszeit (1/250 bis 1/2000 Sekunde) vorgewählt wird, und die Belichtungsautomatik die dazu passende Blende einstellt. Stehen die, allerdings teuren, lichtstarken Teleobjektive zur Verfügung, so erweitert dies die Einsatzmöglichkeiten, denn die Empfindlichkeit des Filmmaterials wird man auch unter dem Gesichtspunkt der zur Verfügung stehenden Lichtstärke seitens der Objektive auswählen, aber ein Material von ISO 400/27° darf als Standard für dieses Aufnahmegebiet gelten.

Spotmessung
Methode der Belichtungsmessung, bei der die Belichtung auf einen präzise ausgewählten Bereich der Bildkomposition ausgerichtet ist. Wird z. B. häufig bei Gegenlicht angewendet. Eine Methode der Belichtungsmessung (Objektmessung), bei der die Messung mit kleinem Meßwinkel vorgenommen wird. Daher werden nur ca. 2% bis 20% des Bildes zur Messung herangezogen.

Springblende
Eine Konstruktion in einem Objektiv für einäugige Spiegelreflexkameras, die die Blende erst im Moment der Auslösung auf den eingestellten Wert, die Arbeitsblende, schließt, und nach der erfolgten Belichtung wieder ganz öffnet. So ergibt sich für die Einstellungen der Bildkomposition und der Schärfe ein helleres Sucherbild.

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Standfoto
Fotografische Abbildung einer Szene während der Dreharbeiten zu einem Film oder einer Fernsehproduktion. Standfotos dienen als Bildmaterial für Pressemitteilungen oder für die Plakatwerbung.

Stativ
Eine Befestigungsvorrichtung für eine Kamera oder andere Geräte, um die Kamera für verwacklungsfreien Betrieb zu fixieren. Ein Stativ besitzt meist drei längenverstellbare Beine und einen Stativkopf zum Befestigen einer Kamera, eines Blitzgeräts oder weiterer Geräte. Neben dem dreibeinigen Stativ wurden auch Sonderformen entwickelt, wie Einbeinstative, Schulterstative oder Tischstative.

Stereo-Fotografie
Fotografisches Aufnahmeverfahren, bei dem zwei, meistens um den Augenabstand (ca. 65 mm) seitlich verschobene Teilbilder angefertigt werden, die bei gleichartiger Betrachtung einen dreidimensionalen (plastischräumlichen) Eindruck vermitteln. Stereoaufnahmen erfolgen in der Regel mit einer Spezialkamera, die über zwei Aufnahmeobjektive verfügt, oder wahlweise mit einer gewöhnlichen Kamera und einem speziellen Stereovorsatz vor dem Objektiv. Abgesehen von der Bildbetrachtung mit einem Stereobetrachter, ist auch die Stereo-Projektion möglich. Mit zwei Projektoren, die zwei gegen einander gekreuzte Polarisationsfilter vor den Projektionsobjektiven verwenden, werden die beiden Stereodias auf eine Projektionswand geworfen. Die Zuschauer sind mit speziellen Stereobrillen ausgerüstet, die aus zwei Polarisationsfiltern entsprechender Achslage bestehen. Die Stereo-Fotografie nahm ihren Anfang schon um 1845, und hatte einen Höhepunkt um das Jahr 1900. Stereo-Bildpaare aus dieser Zeit sind heute ein Sammelgebiet.

PhotoWissen Band 1 Bildentstehung, Raumtiefe und Größe stellt ausführlich dar, warum die Stereoskopie so wichtig für unsere Wahrnehmung der Raumtiefe ist und welche Faktoren diese sonst noch beeinflussen.

Stilleben
Thema in der Fotografie oder Malerei, bei dem sich mit der Bildkomposition verschiedener, meist lebloser Gegenstände befaßt wird, indem mit der Lichtführung, den beteiligten Farben und anderen gestalterischen Mitteln experimentiert wird. Stilleben werden zumeist unter künstlicher Beleuchtung im Studio aufgenommen.

Stitchen
Vom engl. to stitch, also Zusammenheften. Verfahren, um mit Hilfe geeigneter Software Einzelaufnahmen zu einem möglichst nahtlosen Panoramabild zusammen zu fügen.

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Stoppbad
Ein saures Bad auf Essigbasis, das im Entwicklungsprozeß zwischen Entwickeln und Fixieren eingeschaltet ist, und dazu dient, den Entwickler zu neutralisieren.

Streulicht
Streulicht entsteht durch Reflexionen im Innern der Kamera während der Belichtung durch Licht, das nicht dem Bildaufbau dient. Dieses Streulicht muß bei der Konstruktion einer Kamera soweit wie möglich unterdrückt werden. Es würde sonst Kontrast und Brillanz einer Aufnahme erheblich mindern. Streulicht hat zwei Ursachen:
(1) Auch neben dem Bildkreis, der dem Bildaufbau dient, gelangt noch Licht vom Objektiv zur Bildebene. Um dieses Licht möglichst vollständig zu absorbieren, ist das Kamerainnere mattschwarz lackiert, der Objektivtubus mit mattierten Rillen oder Ringblenden versehen. Ein perfekter Schutz gegen innere Reflexe ist ein Balgen, wie er heute noch bei Großbildkameras Verwendung findet.
(2) Bei jeder Lichtbrechung an einer Glas-Luft-Fläche wird ein Teil des Lichts reflektiert. Licht, welches mehrfach reflektiert wird, kann als Streulicht aufs Bild gespiegelt werden. Um dies zu verhindern, werden die Glasoberflächen der Linsen eines Objektivs vergütet.

PhotoWissen Band 3 Kontrast stellt ausführlich dar, wie die unterschiedlichen Streulichtarten die Kontrastreproduktion beeinflussen.

Studioblitzgerät
stationäres Blitzgerät höherer Leistung, das vorwiegend von Werbe- und Modefotografen eingesetzt wird. Studioblitzgeräte verfügen über keine Eigenautomatik (die Belichtung muß mit einem Handbelichtungsmesser ermittelt werden) und bestehen normalerweise nur aus einer Blitzröhre und einer sogenannten Pilotlampe (eine Dauerlicht-Lampe mittlerer oder geringer Leuchtstärke zur Kontrolle der Beleuchtung).

Subtraktive Farbmischung
Farbsystem aus der Farbenlehre, das aus drei Grundfarben (Cyan, Magenta und Gelb) besteht. Alle weiteren Farbtöne werden durch die Mischung/Überlagerung dieser drei Grundfarben erzeugt. Das Ergebnis dieser Mischung ist immer dunkler als die Ursprungsfarbe (im Gegensatz zur additiven Farbmischung). Beim subtraktiven Farbsystem wird dem Licht Farbanteile – genauer gesagt, bestimmte Lichtwellen – "entzogen", um eine bestimmte Farbe zu erzeugen, daher die Bezeichnung "subtraktiv". Die subtraktive Farbmischung wird u.a. beim Drucken verwendet.

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Sucher
Teil der Kamera durch den man das anvisierte Bild betrachtet. Die geläufigsten Suchertypen bei Digitalkameras sind der Spiegelreflexsucher, der Durchblick-Sucher, der LCD-Farbbildschirm und der elektronische Videosucher. Die Vorrichtung an einer Kamera, durch die das Motiv anvisiert wird. Man unterscheidet grob optische Sucher und Reflexsucher. Beim optischen Sucher der Sucherkamera besteht der Sucher aus einem kleinen optischen System, bei dem der Bildausschnitt durch Rahmen eingegrenzt ist. Beim Reflexsucher der Spiegelreflexkamera betrachtet man den Bildausschnitt durch das Objektiv direkt auf einer Mattscheibe.

Sucherkamera
Sucherkameras haben eine völlig vom Objektiv getrennte Vorrichtung, um das Motiv zu betrachten. Der einfachste Sucher besteht aus zwei Rahmen, die den Bildausschnitt eingrenzen, ein optisches System mit zwei Linsen, ähnlich einem Fernglas, in denen ein Leuchtrahmen den Bildausschnitt anzeigt, ist ferner weit verbreitet.
Einfache Sucherkameras verfügen über ein Fixfokus-Objektiv und einen Verschluß mit fest eingestellter Belichtungszeit. Beliebt sind allerdings Sucherkameras mit einem Zoomobjektiv (z.B. 38-105mm) und einem eingebauten Blitzgerät. Viele Sucherkameras besitzen eine Autofokus-Funktion, die das Objektiv motorisch auf die automatisch gemessene Entfernung einstellt, zudem wird die Belichtung automatisch gesteuert. Als Verschluß findet ein Zentralverschluß Verwendung. Sucherkameras gibt es in vielen Bildformaten als Kleinstbildkamera, Kleinbildkamera, Mittelformatkamera oder Digitalkamera. Im Segment der hochwertigen Sucherkamera trifft man die Meßsucherkamera, die einen eingebauten Entfernungsmesser nach trigonometrischem Prinzip hat. Dabei müssen zwei Teilbilder, die um eine Parallaxe verschoben sind, über eine Spiegel- oder Prismenmechanik zur Deckung gebracht werden. Aus dem Verstellweg bei diesem Vorgang läßt sich die Entfernung ableiten. Der Entfernungsmesser ist mit der Entfernungseinstellung am Objektiv gekoppelt. Nicht selten verfügen Meßsucherkameras über die Möglichkeit des Objektivwechsels. Der Verschluß, der sich für solche Kameras am besten eignet, ist der Schlitzverschluß.

Leica Sucherkamera der M-Serie

Eine klassische Voigländer Vitoret Sucherkamera

Superachromat
Objektiv, bei dem die chromatische Aberration (Farbfehler) für alle drei Grundfarben und darüber hinaus für Infrarot bis 1000 nm korrigiert ist. Ein Superachromat bedarf in der Infrarot-Fotografie keiner Fokuskorrektur und weist daher keinen Infrarotindex auf. Erreicht wird dies durch eine Linse einer speziellen Glassorte, die mit einem Zusatz von Metallsalzen (Kalziumfluorit) erschmolzen wird. Daher werden derartige Linsen auch als Fluoridlinsen bezeichnet. Der erste in Serie gefertigte Superachromat ist aus dem Hause Zeiss das nach wie vor hergestellte 1:5,6/250mm für die Hasselblad Mittelformat-Spiegelreflexkamera, und erschien 1972.

Super-CCD
Von Fujifilm entwickelte CCD-Sonderart. Im Gegensatz zu herkömmlichen CCD-Sensoren ist der Fujifilm-Super-CCD-Bildwandler wabenförmig aufgebaut, was eine effizientere Ausnutzung der CCD-Fläche und eine stärkere kamerainterne Interpolation erlaubt.

super-ccd

Fuji Super CCD und seine Analogie zum Negativfilm

Superweitwinkelobjektiv
Ein Weitwinkelobjektiv, welches etwa die Hälfte der Brennweite des Normalobjektivs oder weniger besitzt, (z.B. 24mm, 18mm, u.s.w.) und noch frei von gravierender tonnenförmiger Verzeichnung abbildet.

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Systemblitzschuh
Unter Systemblitzschuh versteht man einen Standard-Blitzschuh mit Mittenkontakt, der mit zusätzlichen Kontakten zur Übertragung von Kamera- bzw. Herstellerspezifischen Sonderfunktionen ausgestattet ist.

Systemkamera
Kamera die mit umfangreichem Zubehör (Wechselobjektive, externe Blitzgeräte, externe Stromquellen usw.) des selben Herstellers ein System bildet

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